Samstag, 11. Mai 2013

Kann man bei Verwandten überhaupt wenig essen?



Ich muss dazu sagen: Ich habe polnische Wurzeln und bei uns gehört Essen einfach dazu. Polnische Küche ist zu dem unwiderstehlich lecker und sehr deftig. Ihr müsst es euch so vorstellen: Zum Mittag ist der Tisch so gedeckt, dass es ein regelrechtes Platzproblem gibt. Nach dem Mittag gibt es Kuchen zum Nachtisch, meistens 3-4 verschiedene Sorten. Zu Weihnachten gibt es die Regel, dass mindestens 12 Gerichte auf dem Tisch stehen müssen. In der Praxis achtet niemand darauf, aber wenn man in einer ruhigen Minute nachzählt kommt man immer auf sogar noch mehr. Und noch eine Herausforderung ist der Nachschlag, den man ungefragt auf den Teller bekommt, sobald man aufgegessen hat.

Also stehe ich vor jedem Verwandtenbesuch vor folgendem Problem: Kann man dort überhaupt wenig essen? Im Laufe der Jahre habe ich einige Tricks entwickelt, um meinen Kalorienverbrauch wenigstens ein bisschen zu fördern und meine Kalorienaufnahme einzuschränken. Naja, so gut es eben geht.

    1.   Lass immer ein bisschen Rest auf dem Teller liegen. 

Nicht viel, wir wollen ja kein Essen verschwenden. Aber zumindest zeigt man damit: Ich bin wirklich satt und möchte keinen Nachschlag.
   

2.   Iss langsam

…damit man immer beschäftigt aussieht und immer etwas auf dem Teller hat. So umgeht man wieder den ein oder anderen Nachschlag.

     3.       Nimm dir das kleinste Stück Kuchen oder teile mit jemandem

      Ich teile gerne mit meiner Mama, weil sie genauso besorgt um das viele Essen in Polen ist, wie ich

4.       Schlag einen Verdauungsspaziergang nach dem Essen vor

Damit bleibt man wenigstens ein bisschen in Bewegung, wenn man schon nicht die Möglichkeit hat zum Sport zu gehen

5.       Suche dir ein 15-Minütiges Fitnessprogramm aus

Diese Idee ist mir vor ein paar Tagen erst gekommen, daher ist sie noch nicht in der Praxis erprobt. So habe ich mir das vorgestellt: Ich suche mir einige einfach Übungen aus, die ich gut im Bett oder mit ein wenig Platz auf dem Teppich machen kann. Jeden Morgen vor dem Aufstehen mache ich also etwa 15 Minuten klammheimlich in meinem Gästezimmer leichte Sportübungen, um über die Zeit nicht ganz einzurosten.

In einer Woche komme ich wieder und kann euch dann berichten, ob es funktioniert hat und ob der Polen-Besuch meine Waage schockiert oder nicht.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen