Mittwoch, 4. September 2013

Ein Bericht für Sportmuffel

[Image: Faules Kätzchen]

Oder: Wie ich zum Sport kam.

Ich habe Sport immer gehasst. Wenn man mich in der Schule gefragt hat: Was sind die drei schlimmsten Fächer?, war die Antwort immer: Mathe, Sport und Französisch. Nie im Leben, wirklich niemals hätte ich gedacht, dass mir Sport einmal Spaß machen würde. Wie es im Endeffekt dazu kam? Ihr lest es hier :)

Sport ist wichtig. Das weiß eigentlich jedes Kind. Aber warum? Ich habe euch mal kurz und knapp einige der Wichtigsten Argumente für Sport zusammengetragen:

  • Beugt Krankheiten vor
  • Ist gut für Geist und Seele
  • Hilft Abzuschalten: Stressabbauende Wirkung
  • Verbrennt Fett
  • Trainiert den Herzmuskel
  • Fördert den Blutkreislauf und den Stoffwechsel
  • Stärkt das Immunsystem
  • Verlängert das Leben
... Und der Dinge mehr

Wenn ihr euch diese Argumente immer vor Augen haltet, bringt euch das erst einmal gar nichts. Denn mal im Ernst: Ist da jetzt irgend etwas Neues dran? Diese Argumente können uns Ärzte, Lehrer, Eltern, Freunde, Geschwister, wer auch immer rauf und runter beten. Und trotzdem kriegen wir den Hintern nicht vom Sofa hoch.

Was hilft denn aber wirklich Sport zu machen und vor allem... dabei zu bleiben? Meiner Meinung nach sind folgende Faktoren die allerwichtigsten:

1. Für den Anfang sollte eine gewisse Grundmotivation da sein. Sonst schafft ihr es nicht einmal zum Probetraining ;)

2. Die richtige Sportart. Joggen und Geräte im Fitnessstudio, ebenso wie Mannschaftssport und alle Sportarten, bei denen ich mich mit anderen messen muss, sind nichts für mich. Damit fällt schon einmal eine ganze Menge weg. Ich brauche Musik und etwas zum Auspowern. Die ideale Mischung ist für mich Yoga und Zumba. In den Alltag kann ich perfekt noch Radfahren einbauen, ab und zu kommen noch Federball, Schwimmen, Spazieren gehen oder eben doch Fitnessgeräte dazu.

So findet jeder seine ganz eigene individuelle Richtung.

Warum ich die richtige Sportart für wichtig halte ist ganz einfach: Wenn du Spaß hast an dem, was du tust, gehst du gern hin. Du verbindest die Zeit mit positiven Erinnerungen und Gefühlen und quälst dich nicht von Sportstunde zu Sportstunde. Nur so wird dein Sport auch zu deinem Hobby. Und wenn du dich hinquälst, hälst du das vielleicht 2-3 Monate durch, dann wars das auch schon wieder.

[Image: Mein Bruder und ich machen Übungen im Park ^^]
3. Fühl dich wohl! Kauf dir Sportsachen, die du magst und die du gern anziehst. Fühl dich wohl in deiner Haut. Beim Sport schwitzen alle, egal ob dick oder dünn, sportlich oder nicht. Das ist ja auch Sinn der Sache. Ein Beispiel aus meiner Sporttasche: Meine Socken passen immer zu meinem T-Shirt und beides passt zu meinem Handtuch. Fällt außer mir wahrscheinlich niemals jemandem auf. Aber ich fühl mich wohl :)

4. Nimm dir ab und zu die Freiheit zu sagen: Heute habe ich keine Lust. Aber manchmal solltest du dir ordentlich in den Hintern treten und sagen: Heute gehst du! Keine Widerrede. Danach wirst du dich garantiert besser fühlen.


Eineinhalb Jahre nach der Schule habe ich kein Sport gemacht und dann gemerkt, dass mir ein Ausgleich zur Büroarbeit fehlt. Ganz langsam habe ich mit Zumba angefangen. Ich liebe es noch immer, auch wenn ich es häufig nicht schaffe (Der Kurs ist schlauerweise auf Freitag Abend gelegt. Da läute ich meistens das Wochenende ein: Mit Konzerten, Cocktails, Feiern, Ausflügen,... Da bleibt für Zumba leider nicht mehr viel Zeit). Inzwischen ist Sport fester und wichtiger Bestandteil meines Lebens. Das ist vor allem die einzige Zeit in der Woche, die ich einfach mal nur für mich habe. Wenn ich mal zwei Wochen nicht hingegangen bin, gehe ich ganz automatisch wieder. Nicht weil ich muss, sondern weil es mir fehlt.  

1 Kommentar:

  1. Genau so: Sport soll nicht vernünftig sein, sondern Spaß machen, denke ich. Ich selbst mache seit Jahren Energy Dance, dabei kann ich meinen Kopf ausschalten und mich zu Musik bewegen. Wenn ich nicht dazu komme, fehlt mir was und ich muss in meinem Zimmer herumhopsen. Insofern schont es die Nachbarn und erfüllt mein Leben, wenn ich regelmäßig tanze (und Rad fahre und wandere, um den Kopf auch draußen auszulüften). Und weil ich meinen Sport genieße, gehört er zu meinem Freizeitvergnügen. Ich wünsche dir ein bewegtes Jahr!

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